Info zu großen Humidorschränken

Bei Schrankhumidoren beginnen die echten Probleme. Alleine der Wert eingelagerter Zigarren ist Grund genug sich eingehend Gedanken darüber zu machen, ob die am Markt angebotenen Schrankhumidore der an sie gestellten Anforderung, nämlich auf allen Etagen die gleichen Lagerungsbedingungen zu erreichen, überhaupt erfüllen. Es sind Ihre Zigarren, Ihr Geld, das auf dem Spiel steht, wenn Sie sich für ein Produkt entscheiden, dass auf den ersten Blick zwar billig zu kaufen aber dann später sehr teuer im Unterhalt wird. Weil Sie sukzessive Zigarren entsorgen müssen.

Um zu verstehen, welchen Anforderungen ein guter Humidorschrank genügen muss, möchte ich Ihnen zunächst die Mängel handelsüblicher Schrankhumidorkonstruktionen aufzeigen. Prüfen Sie vor einem eventuellen Kauf unbedingt diese Punkte, ansonsten erleben Sie garantiert eine Bauchlandung. Die oben abgebildeten Schränke sind typische Vertreter der Gattung Fernost-Import. Mit folgenden Problemen haben Sie es bei diesen Produkten zu tun.

Habanos Monarca / Imperial

Ein sehr verbreitetes Humidorschrankmodell, vor allem auch im Fachhandel, ist der schwarze Imperial und der braune Monarca. Auf den ersten Blick sehen diese Schränke gut aus. Schaut man sie sich genauer, packt einen der Graus. Zunächst einmal sind die Abmessungen mit H: 160; B: 53; T: 32 cm so unglücklich in Tiefe und Breite bemessen, dass man keine zwei Standardkisten quer nebeneinander lagern kann. Also man kann schon, wenn man die Kisten so einlagert wie im Bild. Nur fragen Sie sich mal, wie da auch nur der Ansatz einer Luftzirkulation gegeben sein soll? Neben einem klapprigem Türschloss, der Tatsache, dass sich bereits bei einem neuen Schrank die Gehrungskanten der Holzverbindung durch den Lack abzeichnen ist das eigentliche Problem des Schrankes seine Materialbeschaffenheit. Der gesamte Schrank besteht aus Mitteldichter Faserplatte (MDF), das innen mit Gabun/Okkume furniert ist.

Rohes MDF bringt Muffgeruch

Auf den ersten Blick sehen die Ablageböden aus, als wären Sie aus Massivholz gefertigt. Schaut man jedoch in die gefrästen Langlöcher, so kann man die homogene, beigene Masse erkennen. Dabei handelt es sich um mitteldichte Faserplatte (MDF), ein Material bestehend aus Holz- und Kunststoffstaub, das mit einem formaldehydhaltigen Bindemittel verpresst wird. Gegen MDF ist an sich nichts einzuwenden, wenn es vollflächig überfurniert wird. Rohe MDF-Flächen müssen im Humidor aber in jedem Fall vermieden werden, da das Material zu müffeln beginnt, wenn es höherer Luftfeuchte ausgesetzt ist. Ansonsten riecht es modrig schimmelig im Humidor und der Geruch überträgt sich auf die Zigarren.

Offenbarungseid - Befeuchtungs-"Technik"

Der eigentliche und endgültige Abschuss ist die Befeuchtungstechnik. Unter dem mittleren und untersten Ablageboden aus MDF sitzt ein Schubfach, auf dem Schubfach eine Plastikwanne und darin ein Schwamm. Der Schwamm hat zum Ablageboden darüber einen Abstand von 15 mm. In kürzester Zeit vergammelt der Ablageboden über dem Schwamm, die Zigarrenkisten setzen an der Bodenfläche dort Schimmel an, wo durch die Langlöcher die 95% Luftfeuchte an die Kisten drückt, eine Luftzirkulation ist unmöglich, da die Ablageböden zu allen Seiten an den Wänden anliegen.

Die Zigarrenkisten decken damit die paar Langlöcher in den Ablageböden ab - das war es dann. Selbst wenn in diesem Schrank NICHTS gelagert wird kann sich niemals eine gleichmäßige Luftfeuchte einstellen. Die Ablageböden reichen bis an die Rückwand, eine Luftzirkulation im Humidor wäre selbst mit einem Ventilator unmöglich zu erreichen. Falsches Material, falsche Abmessungen, falsche Konstruktion, ungenügende Befeuchtung. Nahezu alle Fehler des Humidorbaus vereint in einem Produkt.


Schublade als Zirkulationskiller

Gewiss ist eine Schublade für Accessoires im Humidor eine bequeme Sache. Wenn eine Schublade verbaut werden soll, dann ganz unten, unter dem Befeuchter.

Wird sie, wie hier in der Mitte des Humidors eingebaut, so ist das der sichere Weg, die eh schon spärliche Luftzirkulationsmöglichkeit in diesem Humidorschrank gänzlich zu unterbinden.

Natürlich sind auch hier die Ablageböden aus MDF gebaut mit dem allseits so beliebten Muffgeruch aus Omas feuchtem Keller.

Wer denkt sich so etwas aus?

In manchen Importhumidoren sind die Ablageebenen fest verbaut, also nicht höhenverstellbar. Die Ablagen bestehen, wie IMMER bei Fernost-Humidoren, aus MDF. Weil es sich ja so gehört, müssen in die Ablageböden Zirkulationsöffnungen gefräst werden. Und die verlaufen hier vertikal. Und weil es sich ja auch gehört, müssen die Bodenplatten der Tabletts auch gelocht sein, für eine noch bessere Luftzirkulation.

Und diese Öffnungen fräst man dann quer. Dann stellt man die quergelochten Tabletts auf die längs gelochten Ablagen - und niemandem scheint aufzufallen, dass diese Kombination bar jeder Cleverness ist, da sich die Lochungen nahezu vollständig gegenseitig überdecken. Dieses Produkt wird noch heute verkauft. Und - viel schlimmer - gekauft.



Kann man das nicht auch besser machen? Wir können es. Und wir tun es auch.

Die Antwort auf die überall erhältlichen und doch so defizitären Humidorschränke heißt CENTURY CABINET. Dieser Humidorschrank wurde so konstruiert, dass sämtliche hier angesprochenen Defizite handelsüblicher Humidorschränke konsequent vermieden wurden und somit eine wirklich professionelle Langzeitlagerung möglich ist.

Der Humidorkorpus ist nicht aus MDF, sondern aus stabverleimtem Massivholz gefertigt. Die vorderen Friese bestehen aus Vielschichtfurnierplatten (also dünne Massivholzblätter, die über Kreuz verleimt werden), die Innenflächen sind teilweise in Mahagoni, teilweise in Spanischer Zeder furniert, die Roste bestehen aus massiver, 25 mm starker Spanischer Zeder und sind dominoverzapft für maximale Stabilität.

Damit sich die Türe nicht verzieht ist diese mehrfach mit 8 mm starken Stahlbändern verstärkt und unter Vorspannung gebaut. Ein in der Tür versteckter Mechanismus erlaubt es, die Vorspannung der Türe zu verändern. Somit ist man absolut sicher, dass sich die Türe nicht verziehen kann. Ein im mittleren Rost verborgener Mechanismus erlaubt die Einstellung des Distanzmaßes der beiden Seitenwangen, so dass der Korpus niemals bauchig werden kann und das obwohl keiner der Roste mit den Seitenwänden verschraubt ist.

Die Beleuchtung mittels LED ist in die Unterseite der Roste integriert und vollkommen blendfrei. Der Lichtstrom wird magnetisch auf die Roste übertragen und somit können die Roste im Höhenraster von nur 15 mm stufenlos höhenverstellt werden und das Licht wandert mit dem Rost mit - ohne sichtbare Kabel, weil es keine Kabel gibt. Auf Wunsch kann die Lichtsteuerung über Fernbedienung (mit stufenloser Dimmung) erfolgen.

Um eine absolut gleichmäßige Feuchteverteilung im Humidor zu erreichen, verfügt der CENTURY CABINET über ein Über-Unterdrucksystem. Das vollelektronisch gesteuerte Befeuchtungssystem saugt im unteren Humidorbereich die Luft an und bläst sie durch einen Schacht in eine doppelte Rückwand. Unter dem mittleren Rost und ganz oben im Humidor sind in der doppelten Rückwand Luftauslasslöcher, durch die die befeuchtete Luft wieder austritt. Somit entsteht durch das Ansaugen unten im Humidor ein Unterdruck, oben ein Überdruck und damit erreichen wir die gewünschte Zwangszirkulation und damit verbunden auf allen Etagen die identische Luftfeuchtigkeit.

Das Steuerdisplay ist auf dem Befeuchtungssystem aufgesetzt. Im ersten Rost über dem Befeuchter ist eine entsprechende Ausfräsung angebracht für freie Sicht auf das Display. Der Vorteil dieser Konstruktion: Der Purist, der keine Technik sehen will, deckt die Steuerung mit einer Zigarrenkiste ab und sie ist nicht mehr sichtbar. Wer dagegen die Anzeige sehen möchte, der lässt zwischen den Kistenstapeln 20 mm Platz und kann durch den Spalt die Anzeige erkennen. So kann man im Vorbeigehen am Humidor die Luftefuchte ablesen ohne die Türe oder die Befeuchterschublade öffnen zu müssen.

Der CENTURY CABINET ist primär zur Lagerung von Zigarrenkisten gedacht. Zur dekorativen Einzellagerung, oder für den schnellen Zugriff auf die Zigarren in der Gastronomie kann auf jedem Rost ein Schrägtablett eingesetzt werden. Durch einen eigens entwickelten Mechanismus kann die Schrägstellung des Tabletts individuell eingestellt und im Winkel verändert werden. Da durch den Einsatz eines Tabletts recht viel Platz verloren geht ist es bei Nutzung eines Tabletts ratsam, ein oder zwei zusätzliche Roste mit zu bestellen, um so den verfügbaren Raum optimal zu nutzen.

Und sollte der Platz in einem Schrank nicht mehr reichen - kein Problem. Man kann sie auch im Rudel einsetzen. Hier mit eingeschalteter Beleuchtung.